Aktuelles von der KISS VG
Beitrag 14.08.2026



Beitrag 20.07.2026

Der Auftakt: „Am Stammtisch der anderen Art voneinander lernen – ein Leben ohne Sucht"
Am 8.7. lud die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe Vorpommern-Greifswald (KISS VG), ein Angebot der Volkssolidarität Uecker-Randow, nach Anklam zur Auftaktveranstaltung „Am Stammtisch der anderen Art voneinander lernen" zum Thema Sucht ein.
Gefördert durch die NDR-Spendenaktion 2025 „Hand in Hand für Norddeutschland – ein Leben ohne Sucht", kamen zwölf Selbsthilfegruppen (SHG) sowie Angehörige suchterkrankter Menschen aus dem Landkreis zusammen. Als Gäste dabei waren zudem Mitarbeitende des Beratungs- und Therapiezentrums der Volkssolidarität NORDOST e.V. in Anklam sowie der Suchtberatungsstelle des Landesverbandes Blaues Kreuz M-V, Standort Wolgast.
Ziel der Initiative war ein geschützter Raum: für das gegenseitige Kennenlernen der Selbsthilfegruppen, für Erfahrungsaustausch, Unterstützung und die gemeinsame Erarbeitung von Bewältigungsstrategien. Austragungsort war die Gedenkstätte des ehemaligen Wehrmachtsgefängnisses Anklam.
Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Geschäftsführer der Volkssolidarität Uecker-Randow e.V., Herrn M. Schulz, stellten die Berater*innen E. Landgraf und R.-P. Mietzner von der KISS VG ihre Arbeit vor. „Niemand sollte mit seinen Sorgen und Herausforderungen allein bleiben. Eine Selbsthilfegruppe bietet neben den therapeutischen Möglichkeiten einen zusätzlichen, verständnisvollen Rahmen, um sich mit Gleichbetroffenen auszutauschen, ohne sich erklären zu müssen", betonte E. Landgraf.
Wie Suchtverhalten historisch gewachsen ist und sich aus heutiger sozial-politischer Sicht einordnen lässt, verdeutlichte Stephanie Burian, leitende Psychologin und Psychotherapeutin am AMEOS Klinikum Ueckermünde, in ihrem Vortrag „Sucht als gesellschaftliches Problem". Ihr Fazit: Sucht ist ein ernstzunehmendes gesellschaftliches Problem – sie betrifft Erkrankte, Angehörige und das gesamte soziale Umfeld und kann neben gesundheitlichen Folgen auch zu sozialer Ausgrenzung führen.
Anschließend stellten die Selbsthilfegruppen sich gegenseitig vor; ihre Standorte wurden auf einer Karte des Landkreises Vorpommern-Greifswald festgehalten. Der rege Austausch machte deutlich, wo im Landkreis Bedarf besteht und professionelle Unterstützung fehlt. Zu viele „weiße Flecken" auf der Karte – das gemeinsam formulierte Ziel: Das muss sich ändern.
Die Beteiligung zeigte, wie groß der Bedarf an einem regionalen, spezialisierten Selbsthilfenetzwerk ist. Sucht-Selbsthilfegruppen zählen zu den wirksamsten Stützen auf dem Weg in ein abstinentes, selbstbestimmtes Leben. Ihre Treffen beruhen auf Freiwilligkeit, Gleichberechtigung und Vertraulichkeit und können Engpässe in der gesundheitlichen Versorgung auffangen. Viele Mitglieder leisten zudem ehrenamtlich Aufklärungsarbeit in psychiatrischen Kliniken und berichten Patient*innen von ihren Erfahrungen.
Ein herzlicher Dank gilt Frau S. Görner vom Museum im Steintor Anklam für die Führungen sowie den Teams des Mehrgenerationenhauses und des Familienzentrums Ueckermünde der Volkssolidarität Uecker-Randow e.V. für den Imbiss.
So geht es weiter:
Der nächste „Stammtisch der anderen Art" findet im März 2027 erneut in der Gedenkstätte des ehemaligen Wehrmachtsgefängnisses Anklam statt. Datum und Uhrzeit werden rechtzeitig von der KISS VG bekanntgegeben.
Beitrag 11.06.2025

Beitrag 21.05.2025


Kontakt
Ansprechpartner/in
Frau Landgraf
Herr Mietzner
Tel. 03973 2007513
Mobil: 0151 1157 6891
Mobil: 0151 2218 1146
E-Mail: kiss-vg@volkssolidaritaet.de




